1,1,1,3,3,3-Hexafluor-2-propanol CAS:920-66-1
1,1,1,3,3,3-Hexafluor-2-propanol (HFIP) ist eine vielseitige Verbindung mit besonderen chemischen Eigenschaften, die sie für diverse industrielle Anwendungen unverzichtbar machen. HFIP zeichnet sich durch seine Molekülstruktur aus: Ein tertiäres Kohlenstoffatom ist an eine Hydroxylgruppe (-OH) gebunden und von sechs Fluoratomen umgeben. Diese Anordnung verleiht HFIP außergewöhnliche Stabilität und einen hohen Fluorierungsgrad, was zu seinen einzigartigen Lösungsmitteleigenschaften beiträgt. HFIP ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von ca. 58 °C und zeigt ausgezeichnete Löslichkeit in polaren und unpolaren Lösungsmitteln. Seine starke Fähigkeit zur Wasserstoffbrückenbindung macht es zu einem effektiven Lösungsmittel für polare Verbindungen, einschließlich Proteine und Nukleinsäuren, und verbessert seine Eignung als Stabilisator in Formulierungen, die inerte und reaktionsarme Umgebungen erfordern. Anwendung als Lösungsmittel in der organischen Synthese: HFIP wird häufig als Lösungsmittel in der organischen Chemie eingesetzt, insbesondere zum Lösen und Reagieren hochfluorierter Verbindungen. Seine Fähigkeit, reaktive Zwischenprodukte zu stabilisieren und Reaktionsgeschwindigkeiten zu erhöhen, macht es unentbehrlich für die Synthese von Pharmazeutika, Agrochemikalien und Spezialchemikalien, die eine präzise Kontrolle der Reaktionsbedingungen erfordern. Polymerchemie: In der Polymerwissenschaft dient HFIP als Lösungsmittel zum Auflösen und Modifizieren fluorierter Polymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE) und Polyvinylidenfluorid (PVDF). Es erleichtert die Verarbeitung dieser Materialien zu Filmen, Fasern und Beschichtungen mit verbesserter Haltbarkeit und chemischer Beständigkeit. Biomedizinische Anwendungen: HFIP findet Anwendung in der biomedizinischen Forschung und in pharmazeutischen Formulierungen aufgrund seiner Fähigkeit, Proteine und Peptide aufzulösen und gleichzeitig deren native Struktur zu erhalten. Es wird bei der Herstellung von Biomaterialien, Wirkstoffträgersystemen und als Stabilisator in Impfstoffen und Diagnostika eingesetzt. Synthese: HFIP kann mit verschiedenen Methoden synthetisiert werden, darunter die Reaktion von Hexafluorpropylen mit Wasser unter kontrollierten Bedingungen oder die Hydrolyse von Hexafluoraceton. Das letztgenannte Verfahren beinhaltet die Behandlung von Hexafluoraceton mit Wasser und einem geeigneten Säurekatalysator zur Herstellung von HFIP als Hauptprodukt. Reinigungstechniken wie Destillation oder Lösungsmittelextraktion werden eingesetzt, um hochreines HFIP für industrielle und Laboranwendungen zu gewinnen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 1,1,1,3,3,3-Hexafluor-2-propanol eine vielseitige Verbindung mit bedeutenden Anwendungen in der organischen Synthese, der Polymerchemie und der biomedizinischen Forschung ist. Seine einzigartigen chemischen Eigenschaften, darunter ein hoher Fluorierungsgrad, die Fähigkeit zur Ausbildung starker Wasserstoffbrückenbindungen und seine Löslichkeit, ermöglichen seinen breiten Einsatz in verschiedenen Industriezweigen und tragen zu Fortschritten in der Materialwissenschaft, der Pharmazie und der chemischen Technologie bei.
| Zusammensetzung | C3H2F6O |
| Test | 99% |
| Aussehen | weißes Pulver |
| CAS-Nr. | 920-66-1 |
| Verpackung | Klein und Groß |
| Haltbarkeit | 2 Jahre |
| Lagerung | Kühl und trocken lagern. |
| Zertifizierung | ISO. |








